Refugees welcome?

Recherchiert man heutzutage über die Flüchtlingskrise, wird man überhäuft mit extremen, politischen Ansichten der Sachlage. Ob übertrieben liberal oder abweisend und konservativ, der Strom der Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in Asien, Osteuropa und Afrika hat dazu geführt, dass viele sich plötzlich in extremer Weise äußern. Man muss sich ausdrücken, überall noch mal kurz die Meinung einbringen.

Es gibt vieles was man im Kontext der Flüchtlingspolitik aufgreifen, kommentieren und diskutieren kann und muss, um Menschen in Not zu helfen, die Schlimmes erlebt haben.

Aber eine Sache dabei ist meiner Meinung nach unwichtig. Es ist die Frage welche Sprache man für das Leitmotto, unter dem die Flüchtlingshilfe steht, wählt.

Der Feuilletonredakteur der Zeitung „Die Welt“, Matthias Heine, äußerte sich mit dem Artikel „Warum Flüchtlinge jetzt oft „Refugees“ heißen“ zur Flüchtlingspolitik. Zunächst formuliert er verschiedenste Thesen, was es über uns aussagt, dass wir den englischen Begriff „Refugees“ dem deutschen Begriff „Flüchtlinge“ vorziehen.

Warum ist das so? Wie sind beide Begriffe konnotiert? Wie kam es dazu, dass sich der englische Begriff durchsetzte? Diese und einige weitere Fragen beschäftigen Herrn Heine in seinem Artikel. Meine Frage lautet nun: Wo ist die Relevanz?

Flüchtende aus Regionen, die ihnen kein Zuhause bieten, Menschen, die um ihr Leben fürchten, die nicht wissen, wie die Zukunft aussieht, Kinder, die nicht nur Krieg spielen, sondern Krieg erleben und in ihm aufgewachsen sind, wollen nichts anderes als endlich Sicherheit und Frieden.

Da steht wahrscheinlich die Klärung der Frage, wie man sie bezeichnen sollte, ob man „Refugees“ oder „Flüchtlinge“ oder auch „menekültek“ sagt, nicht an oberster Stelle. Solange europäische Länder bereit sind, sie aufzunehmen, ihnen zumindest ein vorübergehendes Obdach zu bieten, ist die Klärung der Frage nebensächlich.

Durch Stützen seiner Argumente mit Fakten und Zahlen gelingt es ihm jedoch seine Position ernst und valide zu gestallten. Die Hintergründe seines Standpunktes überzeugen einen unkritischen Leser durch lückenlose Aufdeckung.

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